Berthelen, Karl Andreas (†)

Karl Andreas Berthelen

geboren: 1821

gestorben: 27. November 1906 in Dresden


Lebensgeschichte:

Dr. Karl Andreas Berthelen (auch Carl Andreas Berthelen) wurde im Jahr 1821 geboren. Er studierte Medizin an der Universität Leipzig, wo er 1846 mit dem Thema „De hypochondriasis origine“ auch promovierte. [5]
Bereits vier Jahre später, 1850, gründete er eine private Heilanstalt für insbesondere chronisch Nervenkranke [4] und praktizierte von 1860-1880 in Zittau. Später findet sich sein Name in Verbindung mit Loschwitz-Dresden. Seine Tätigkeit als Arzt war nicht unumstritten. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern stellte er sich gegen die damalige Auffassung, Impfungen gegen Seuchen, im speziellen Pocken, vorzunehmen und nahm sogar den Vorsitz des Impfzwanggegner-Vereins ein [2, 5].
Sein ausgeprägtes Interesse galt jedoch der Parapsychologie. Allerdings scheiterte sein Versuch, im Jahr 1865 eine Zeitschrift für Odwissenschaft und Geisterkunde, genannt „Psyche“ herauszugeben kurz nach Erscheinen der ersten Nummer. [3] Berthelen erwähnt selbst in seinem Buch „Die Klopf- und Spukgeister zu Oderwitz und Herwigsdorf bei Zittau“, dass Berufskollegen gelegentlich an seinen Erkenntnissen zweifelten. Davon ließ er sich jedoch in seinem Wirken nicht abbringen.
Einige Jahre vor seinem Tod wandte er sich dann gänzlich von der Allopathie (Schulmedizin) ab und widmete sich verstärkt der Homöopathie (alternative Heilverfahren) in Verbindung mit der Naturheilkunde. [5]
Berthelen starb am 27.11.1906 in Dresden. [1]

Quellen:

  • [1] Bettelheim, Anton (1908). Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, S. 325.
  • [2] Impfzwanggegner-Verein: Nachtrag zum Impfspiegel. November 1890. http://www.impfkritik.de/upload/pdf/zeitdokumente/der-Impfspiegel-Nachtrag.pdf
  • [3] Sawicki, Diethard (2016). Leben mit den Toten: Geisterglauben und die Entstehung des Spiritismus in Deutschland 1770-1900, S. 282.
  • [4] Schmidt, Carl Christian (1850). Schmidt‘s Jahrbücher der in- und ausländischen gesammten Medicin, Jahrgang 1850, Band 66, S. 143.
  • [5] Schroers, Fritz, D. (2006). Lexikon deutschsprachiger Homöopathen, S. 11 / 12.

Publikationen (Auszug):