Mützelburg, Adolf (†)

Vorname / Nachname

geboren: 03. Januar 1831 in Frankfurt / Oder

gestorben: 17. Januar 1882 in Berlin


Lebensgeschichte:

  • Adolf Mützelburg wurde am 03. Januar 1831 in Frankfurt / Oder als jüngster Sohn eines Steuerbeamten geboren und wuchs zeitweilig in Königsberg in der Neumark auf. Angesichts bescheidener Verhältnisse, konnte ihm sein Vater nur eine sehr einfache Erziehung ermöglichen. Dessen ungeachtet hatte er eine rasche Auffassungsgabe und gehörte in der Volksschule und später im Gymnasium zu den fähigsten Schülern. Frühzeitig entwickelte er eine Liebe zur Literatur. Bereits mit 13 Jahren schickte er vier geschriebene Novellen an eine Berliner Verlagsbuchhandlung, die jedoch zu dieser Zeit ungedruckt blieben.
    Im Jahr 1844 kehrte die Familie zurück nach Frankfurt / Oder und Adolf absolvierte bis 1849 die Oberrealschule mit dem Abschluss der Realschulreife. Sein Vater war gestorben und Adolf ging mit dem Vorhaben, sich der Literatur zu widmen nach Berlin. Er fand eine Beschäftigung in einer Zeitungsredaktion, lernte Griechisch sowie Latein und bestand im Jahr 1850 das Gymnasial-Examen. Damit war es ihm möglich, an der Berliner Universität drei Jahre Literatur, Kunst und Politik zu studieren. Nebenher veröffentlichte er weiterhin Feuilleton-Artikel. Diese ebneten ihm im Jahr 1851 den Weg zu seiner schriftstellerischen Kariere. Eine Verlagshandlung wurde auf Adolf aufmerksam und fragte an, ob er für diese populär-historische Romane schreiben könnte. In den Folgejahren entstanden eine Vielzahl an Werken, die er unter den verschiedensten Pseudonymen (u. a.  Justus Severin, Karl Weber) oder auch anonym veröffentlichte.
  • Kritiker behaupten, dass es seinen in den 50-er Jahren erschienen Büchern, auf Grund der Anzahl in Kürze der Zeit, an Kunst und poetischer Durchführung mangele, was sicherlich ausschlaggebend war, dass Mützelburg später bei einigen seiner Romane leugnete, dass sie von ihm geschrieben seien. Dennoch fanden seine Bücher zahlreiche Leser.

    Neben der Vielzahl seiner eigenen Werke war Mützelburg ebenfalls aktiv an der Herausgabe der „Tribüne“ beteiligt.

    Adolf Mützelburg starb am 17. Januar 1882 in Berlin.

Werke:

  • 1851: Luigia Sanfelice
  • 1852: Das Attentat
  • 1852: Der Leibeigene
  • 1852: Hennig Brabant
  • 1853: Der Sohn des Kaisers
  • 1854: Capitän Smith, der Abenteurer
  • 1854: Der Hexentanz
  • 1854: Der Konak
  • 1854: Der Prophet
  • 1854: Die Pflanzerstochter
  • 1854: Victoria regia (1853-54)
  • 1855: Der Hexentanz: Eine Harzgeschichte
  • 1855: Der Stern Amerikas im Orient
  • 1855: Die Spanier in Venedig
  • 1856: Kaiser Joseph und der Secretär
  • 1856: Der Herr der Welt (Fortsetzung von Dumas’ „Grafen von Monte Christo“ / keine Doppelautorenschaft!)
  • 1858: Rheinsberg, oder die Jugend Friedrichs des Großen (von Mützelburg begonnen, von anderem Autor anonym beendet)
  • 1860: Der Engel des Friedens oder das Schwert Deutschlands
  • 1860: Graf Werner oder Die Kinder des Elends
  • 1860: Mazeppa
  • 1861: Der Aetnajäger (von Mützelburg begonnen, von anderem Autor anonym beendet)
  • 1861: Die Braut von Venedig
  • 1861: Die Fee des Niagara
  • 1861: Die Sirene von Neapel (von Mützelburg begonnen, von anderem Autor anonym beendet)
  • 1861: Die Extrafahrt: eine sentimentale Humoreske
  • 1862: Der Erbstreit
  • 1862: Die Braut von Venedig
  • 1862: Die Fee des Niagara
  • 1864: Der Himmel auf Erden
  • 1865: Der Sohn des Kaisers
  • 1866: Der Held von Garika
  • 1866: Eisen und Blut (1864-66)
  • 1867: Die Intriganten (1866-67)
  • 1867: Novellen
  • 1868: Die Kammerjungfer
  • 1868: Die Millionenbraut (Fortsetzung von Dumas’ „Grafen von Monte Christo“ / keine Doppelautorenschaft!)
  • 1868: Robert Clive, der Eroberer von Bengalen
  • 1869: Das Schloß an der Ostsee
  • 1869: Zwei heitere Geschichten
  • 1870: Der Nonnengrund
  • 1870: Die Enterbten

Quellen:

  • Allgemeine deutsche Biographie, Bd.: 23, v. Münchhausen – v. Noorden, Leipzig, 1886, S. 117-118.


Publikationen (Auszug):